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Smartphone-News 04/2019

Smartphone-News 04/2019
Smartphone-News 04/2019

Huawei P30 Lite

Das neue Flagschiff von Huawei steht in den Versionen P30 und P30-Pro ab sofort im Handel zur Verfügung. Die beiden grossen Smartphone-Versionen werden nun aber noch von der kleineren Sparversion Huawei P30 Lite flankiert. Ohne grossen Medienrummel stellt Huawei jetzt auch die etwas „schwächere“ Version aus der P30-Serie vor. Spannend ist hier in erster Linie der wirklich moderate Kaufpreis von durchschnittlich gerade einmal 420,00 CHF. Die beiden grösseren Brüder P30 und P30-Pro sind – je nach Ausstattungsvariante – dann ab 850,00 CHF bzw. 1.125,00 CHF im Handel erhältlich. Das P30-Lite bietet für den wirklich interessanten Preis aber eine sehr ordentliche Leistung an.

Huawei P30 Amber Rückseite

(c) 2019 – Huawei P30 Amber Rückseite

Dem kleinen Bruder der Top-Modelle steht beispielsweise eine Hauptspeicherausstattung von moderaten 4GB zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher ist jedoch mit 128 GB ausreichend gross bemessen und liefert eine sehr gute Performance. Darüber hinaus kann das Gerät per SD-Karte auf bis zu 512 GB aufgerüstet werden. Ein halbes Terrabyte auf dem Smartphone ist schon sehr ordentlich. Als Triebwerk dient der solide Kirin 710 Oktacore-Prozessor mit maximalen 2,2 GHz. Die rückseitige Tripple-Kamera liefert eine Hauptkamera mit 48-MPixel sowie zwei Zusatzkameras mit 8-MPixel und eine 2-MPixel Variante für ergänzende Bokeh-Informationen. NFC, Bluetooth 4.2, LTE und GPS sind selbstverständlich mit an Bord. Ab 8. Mai 2019 ist das P30-Lite in Europa verfügbar.

Honor 8A – günstiges Einstiegsmodel

Erneut kommt ein wirklich sehr gutes Smartphone vom Hersteller Honor auf den Markt. Der Firmenableger von Huawei liefert mit dem neuen Honor 8 A ein dem Huawei 6 Y nicht unähnliches Model mit respektabler Leistung zu einem sensationellen Preis von rund 165,00 CHF. Bei Amazon Deutschland wird das A 8 derzeit sogar schon für 129,00 EUR angeboten – wenn das kein Kampfpreis ist! Wer würde ein 6 Zoll grosses und lichtstarkes Display mit einer Auflösung von 1.560 x 720 Pixel für diesen niedrigen Preis schon erwarten. Die Pixeldichte ist mit 283 DPI bei dieser Auflösung zudem völlig ausreichend. Weitere spannende Leistungsdaten machen das A 8 zu einem echten Preis-/Leistungs-Schnäppchen von erster Güte.

Als Triebwerk kommt beim A 8 der starke Oktacore-Prozessor MT 6765 mit bis zu 2,3 GHz zum Einsatz. Vier der Kerne laufen hierbei mit bis zu 2,3 GHz, weitere 4 Kerne kommen mit maximal 1,8 GHz für Standard-Aufgaben zum Einsatz. Die 2 GB Arbeitsspeicher können durchaus reichen und werden vom schnellen 32 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Per SD-Karte kann der Speicher aber jederzeit auf bis zu potenten 512 GB erweitert werden. Die hintere Kamera liefert mit 13 MPixel und einer Blende von f/1.8 eine ordentliche Leistung und tolle Bilder. Die Frontkamera lichtet mit bis zu 8 MPixel den Benutzer ordentlich ab. Der Megapixel-Wahn bei Smartphone-Kameras ist sowieso reine Geschmackssache und nicht jedermanns Sache. Professionelle Fotos schiesst man sowieso mit einer ebenso professionellen Kamera. Dual-SIM, LTE, WLAN, Bluetooth 4.2 und GPS sind serienmässig mit an Bord.

Samsung Galaxy S10 Sicherheitsleck

Samsung führt regelmässig neue Technologien für seine Smartphones ein und bildet diese dann in vielen Modellen ab. So ist beim Galaxy S10 der Finderabdrucksensor nun in das Display gewandert und soll ein möglichst einfaches Handling ermöglichen. Inzwischen ist aber festgestellt worden, dass sich diese Technologie relativ einfach überlisten lässt. Ein Reddit-Nutzer hatte seinen Fingerabdruck testweise auf eine Glasscheibe aufgetragen. Danach versuchte er schlichtweg, sein Samsung Galaxy S10 mit einer digitalen Kopie des Fingerabdrucks zu überlisten. Innerhalb weniger Sekunden reagierte sein S10 und entsperrte anstandslos das Gerät für den Zugriff. Dass es dann doch so einfach geht, hatte der User auch nicht erwartet.

Samsung Galaxy S10

Samsung Galaxy S10

Fatal sind an dieser Stelle gleich mehrere Aspekte. Zum einen bietet Samsung die Möglichkeit, neben der Geräteentsperrung auch die kompletten Benutzerdaten dahingehend abzusichern. Vor geraumer Zeit konnte auch ein anderes Sicherheitsmerkmal – die Gesichts- bzw. Iriserkennung – zunächst als neues Feature bestaunt werden. Auch hier kam nach relativ kurzer Zeit jedoch heraus, dass auch diese Sicherheitstechnologie ganz einfach mit einer Bildkopie überlistet werden kann. Wird beispielsweise eine Konto-App mit dem Fingerabdruck-Sicherungssystem gekoppelt, so kann hier schnell großer Schaden entstehen. Wird das Handy entwendet, so kann der Dieb relativ sicher massenhaft Fingerabdrücke auf dem Displayglas finden. Setzt er die Digitalisierung eines solchen Abdrucks dann gezielt ein, kann er schnell und ohne Skrupel das Bankkonto möglicherweise komplett leeren.

Xiaomi Pocophone F1 – Performance-Update

Xiaomi ist immer wieder für eine Überraschung gut und beweist einmal mehr, nicht nur stetig neue Modelle auf den Markt zu schleudern. Das beliebte Pocophone F1 war 2018 eines der beliebtesten Smartphones im Preis-/Leistungsverhältnis und wird heute noch mit respektablen Stückzahlen weltweit in grossen Stückzahlen verkauft. Zu einem relativ niedrigen Preis von rund 340,00 CHF bekommt man jedoch hochwertige Technik und Design im Profi-Segment. Für das Pocophone F1 ist nun neben einem obligaten Sicherheits-Patch auch ein markantes Performance-Update verfügbar. Seit Mitte März wird es jedem User zum Download angeboten. Allein im Rahmen der Sicherheit sollte das Update umgehend aufgespielt werden.

Zusätzlich können Sie auch das Performance-Update in Erwägung ziehen und gleich mit integrieren. Der Sicherheitspatch erweitert nun beispielsweise die Funktion „App Lock“ um eine Gesichtserkennung. Spannender wird das Performance-Update. Es liefert unter anderem ein Video-Update, mit dem nun 4K-Videos mit 60 Bildern/sek. Aufgenommen werden können. Etwas mehr Dampf kommt auch auf die Game-Engine im Pocophone F1. Der „Game Turbo Mode“ nutzt dabei die KI-gestützte Vorausberechnung von Videoszenen, wie es auch vom Mi9 bereits bekannt ist. Mit einem weiteren Update-Bestandteil unterstützt das F1 nun auch „Widevine L1“. Hierdurch können Streamingdienst nun endlich auch in flüssigem HD wiedergegeben werden.

NOKIA X71 – zurück zum alten Glanz?

Anfang des Monats überraschte HMD Global mit der Ankündigung eines neuen Nokia-Smartphones mit der Bezeichnung X71. Zu diesem neuen Model werden dann auch professionelle Kenndaten präsentiert und sollen den Anschluss an die etablierten Marktführer wieder sicherstellen. Schlicht, schnörkellos und typisch Nokia eben präsentiert sich das neue Modell nun mit einem gelochten Display. Aufsichtig links oben sieht man das kleine Kameraloch, was nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich störend auffällt. Auch die Displaygrösse mit knapp 6,4 Zoll ist durchaus beeindruckend, wenn auch nicht der neueste Stand der Tehnik. Mit einer FHD+-Auflösung (die genauen Pixelmasse sind noch nicht bekannt) könnte auch hier eine Neuerung auf Seiten Nokias kommen.

Die Kameras werden Nokia-typisch wieder von Carl Zeiss gefertigt und stellen eine professionelle Qualität sicher. Die hintere Kamera ist als Tripple-Cam ausgeführt und verfügt über eine Hauptkamera mit 48 MPixel. Diese wird von zwei weiteren Kameras mit 8 MPixel und 5 MPixel unterstützt. Mit einer Blendenzahl von f/1.8 kann man hier durchaus professionelle und lichtstarke Fotos erwarten. Angetrieben wird das X71 durch einen Qualcomm Snapdragon 660 Oktacore, der mit seinen 2,2 GHz für ordentlich Leistung unter der Haube sorgen kann. Dem Prozessor stehen ordentliche 6 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Dem Benutzer stehen hier zudem üppige 128 GB Hauptspeicher zur Seite, die im Alltag absolut ausreichend sein dürften. Wem dies nicht genügt, der kann auch auf maximale 512 GB aufrüsten. Ein genauer Launch-Termin ist noch nicht bekannt und in Europa könnte das X71 dann eventuell als Nokia 6.2 auf dem Markt erscheinen.

Google 3a für die Midrange-Klasse

Einmal mehr kommt wieder etwas Fahrt auf beim Google 3a und 3a-XL. Vor dem grossen Start des Google Pixel 4 will das Unternehmen noch 2 Mittelklasse-Geräte zu günstigen Preisen anbieten. Mit dem Pixel 3a und dem 3a-XL werden demnach Geräte mit einem 5,6 Zoll und 6,0 Zoll Bildschirm anbieten. Die hochwertigen OLED-Displays sollen dabei mit 2.280 x 1.080 Pixel auflösen. OLEDs sind für Ihre kristallklare und farbenstarke Darstellung bekannt. Die Kameras liefern mit 12 MPixel (Rückkamera) und 8 MPixel (Frontkamera) leider nur eher mittelklassige Auflösungen. Im Unterschied zum Pixel 3 soll die Kamera-App der 3a-Geräte auch nicht so viele Funktionen anbieten.

Bei der Prozessorausstattung konnte Google sich für den robusten Snapdragon 670 entscheiden. Das Oktacore-Triebwerk liefert mit 2 Prozessoren einen maximalen Takt von 2,2 GHz. Die restlichen 6 Kerne im Cluster sollten mit ordentlichen 1,7 GHz die alltäglichen Aufgaben ohne Probleme meistern können. Dem Powerpack stehen ordentliche 4 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung und die Benutzer greifen auf ausreichende 64 GB Hauptspeicher zurück. Eine Speichererweiterung per SD-Karte ist derzeit jedoch nicht vorgesehen, was die Pixel 3a-Geräte wirklich zu Einsteigergeräten deklariert bzw. sogar degradiert. Ob das neue kommende Android Q hier richtig Spass machen wird bleibt abzuwarten. Beide Launch-Termine stehen ja noch nicht fest.

Google Android Q

Googles neues Betriebssystem hört auf den Namen „Q“ und liegt derzeit in der BETA-2 vor. Wie jetzt bekannt wurde, will Google eine bereits bei Apple vorhandene Funktion mit dem Namen „Deep-Press“ etablieren. Bei Apples Gegenstück mit dem Namen „3D-Touch“ können durch verschieden starken Druck auf das Display unterschiedliche Funktionen ausgeführt werden. Google möchte hier wohl eine ähnliche Funktion etablieren. Je nach Druckstärke auf das Display könnten somit spezielle Aktionen erkannt und ausgeführt werden.

Die Möglichkeiten reichen hier von – je nach Druckstärke – unterschiedlichen Funktionsmenüs bis zur beschleunigten Ausführung von Apps, deren Icons man einfach „fester“ drückt und diese somit priorisiert. Durch den Einsatz von KI könnten die Druckparameter für unterschiedlichste Aufgaben erkannt und eingesetzt werden. Ob die Nutzer diese Funktion annehmen werden, muss der laufende BETA-Prozess letztendlich hervorbringen. Welchen Funktionsumfang wir hierbei genau zu erwarten haben, wird wohl erst mit der nächsten BETA-Release nachvollziehbar werden.

Autor: Volkmar Großwendt

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