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Smartphone-News 03/2019

Xiaomi Foldable (c) 2019 letsgodigital
Xiaomi Foldable (c) 2019 letsgodigital

Xiaomi Black Shark 2

Bereits kurz nach dem großen und erfolgreichen Mobile-World-Congress in Barcelona kocht die Gerüchteküche bereits weiter. Diesmal steht erneut Xiaomi mit einem neuen Gaming-Smartphone in den Startlöchern. Obwohl diese Geräteklasse nicht so großen Absatz findet wie „normale“ Smartphones, begeistern sich zusehend mehr Benutzer für die kraftstrotzenden Boliden. Wenn man den derzeit noch spärlichen Informationen Glauben schenken kann, so wird Xiaomi bereits am 18.03.2019 mit einem speziellen Event das neue Model vorstellen. Hierzu gibt es im Netz auch schon einen Teaser. Was da auf die Kunden zukommen wird, ist in Teilen aber schon durchgesickert und wird im Folgendem kurz vorgestellt.

In dem bekannten AnTuTu-Benchmark ist das Black Shark 2 bereits gelistet und zeigt hier einige wichtige Daten zum Gaming-Smartphone. Als Triebwerk spendierten die Entwickler dem Black 2 eine topaktuelle Snapdragon 855 Plattform mit beachtlichen Daten. Die 8-Kern CPU läuft mit bis zu 2,85 GHz und verfügt über eine eigene KI-Kryo 485 CPU. Gefertigt in 7nm-Struktur liefert Sie eine 64-Bit Architektur für das Betriebssystem. Darüber hinaus bietet der Snapdragon 855 eine spezielle AI-Struktur mit CPU, Adreno 640 GPU und Hexagon 690 DSP. Mit 8 GB Hauptspeicher und satten 128 GB Arbeitsspeicher ist ausreichend Luft nach oben vorhanden. Das Kraftwerk wird zudem mit einem neuen Kühlsystem „Liquid-Cool 3.0“ bei Laune gehalten.

Speziell für die Kommunikation liefert das Black Shark 2 auch die brandneue 5G-Technologie mit 6 GHz Unterstützung und Beam-Forming. Daneben steht auch ein Dual-SIM und Dual-VoLTE Betrieb zur Verfügung. Im Bereich des WiFi steht das volle Programm mit 802.11ad, 802.11ay, 802.11ax-ready, 802.11ac Wave 2, 802.11a/b/g, 802.11n Unterstützung im 2.4 GHz, 5 GHz und 60 GHz-Band zur Auswahl. Das mitunter wichtigste Bauteil – das Display – soll laut Benchmark-Angaben mit 2340 x 1080 Pixel auflösen. Alles in allem werden wir hier ein richtig starkes Gaming-Smartphone erwarten können. Welche technischen Daten dann wirklich zutreffen, dürften wir in wenigen Tagen bereits erfahren.

Motorola ist zurück

Die neue Technologie der faltbaren Smartphones konnte nun ebenfalls auf dem MWC 2019 mit den beiden Herstellern Samsung und Huawei erstmals live betrachtet werden. Allen Spekulationen zum Trotz zeigten beide Ihre Modelle „Galaxy-Fold“ und „Mate-X“ als Erstseriengeräte. Das zwischen Spekulationen und dem fertigen Produkt Welten liegen können, zeigte sich auch in der Haptik, der Benutzeroberfläche und dem Preis. Astronomische Kaufpreise und keinerlei Langzeiterfahrung sind derzeit eher etwas für besonders mutige.

Motorola selbst hat erst relativ spät – im Dezember 2018 – eine erste Ankündigung veröffentlicht. Bekannte wurde das Projekt durch einen Eintrag einer Patenzeichnung in die WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum). Trotz der relativ späten Entscheidung für diese neue Technologie der biegsamen Bildschirme geht Motorola mit seinem Projekt offensichtlich einen anderen Weg. Da die beiden derzeit bekannten „Foldables“ Ihre Displays nach aussen falten, wird bei Motorola an einer Technik für eine Faltung nach „innen“ gearbeitet. Der Unterschied: Erheblich! Displays die sich nach aussen falten lassen, sind einer extrem hohen Belastung an der Faltung ausgesetzt und daher wohl weniger langlebig. Die Langzeittests werden es zeigen.

Das Format des Displays ist wohl auch ein gänzlich anderes. Da wo sich Samsung und Huawei zu einem „breiten“ Display entschieden haben, wird Motorola seine Faltung nach „oben“ durchführen. Somit wird das Gerät aufsichtig nach oben aufgeklappt und nicht zu Seite. Damit ist dann ein sehr längliches Display zu erwarten. Im eingeklappten Zustand zeigt ein zweites kleineres Display wohl lediglich Statusinformationen wie Uhrzeit und Mitteilungen an. Eine spannende Konzeptvorstellung finden Sie hier auf Youtube.

OnePlus 7

Vom Hersteller OnePlus haben wir bisher sehr gute Smartphones auf dem Markt gesehen. Mit seinem neuen Model 7 will OnePlus nun noch einiges drauflegen und forciert mit seinen Leistungsdaten vor allem auch die immer beliebter werdende professionelle Fotografie. Das Design steht erneut an erster Stelle und somit wird das nahezu randlose Display auch keinen Notch mehr besitzen. Die Kamera wird offensichtlich bei Bedarf aus dem Gerät herausfahren. Es existieren aber auch Renderbilder, nachdem die Geräterückseite leicht nach oben verschoben werden kann und die dort verbaute 16-MP-Frontcam freilegt.

Rückseitig wird das OnePlus 7 den derzeitigen Informationen nach eine Tripple-Cam mit 40-, 20- und 5-MP besitzen. Angetrieben wird das OnePlus 7 von einem aktuellen Snapdragon 855 mit Oktacore und spezieller KI-Ausstattung mit Kryo 485 CPU, Adreno 640 GPU und Hexagon 690 DSP. Unterstützt wird da Kraftwerk von wahlweise 8-/12-GB Hauptspeicher und 128-/256-GB Arbeitsspeicher. Diese üppige Speicherausstattung ist für eine moderne Fotografie auch dringend von Nöten. Wem das noch nicht ausreicht, kann über den SD-Kartenslot nochmal kräftig aufstocken.

Das grosse 6.5 Zoll AMOLED-Display sorgt für ausreichend Darstellungsfläche. Die finale Auflösung des Displays steht jedoch noch nicht fest, es dürfte hier aber mindestens mit einer Grössenordnung von 2340 x 1080 Pixel antreten. Aktuellen Angaben zufolge wird das OnePlus 7 jedoch kein „kabelloses“ Aufladen ermöglichen. Die Drahtlos-Ladetechnik kann derzeit einfach keine angemessene Ladeleistung erbringen, um das Smartphone schnell genug nachzutanken. Allerdings wird ein USB-C-Anschluss eine Ladeleistung von über 40 Watt bieten und den 4.000 mAh-Akku zügig nachladen. Das Gerät wird derzeit sogar bereits im Giztop-Shop gelistet.

ZTE Axon M

Ähnlich wie Motorola möchte auch ZTE erste Modelle mit faltbaren Displays auf den Markt bringen. Auch das „Folding“ soll nicht wie bei Samsung und Huawei seitwärts erfolgen und den Bildschirm damit verbreitern. Das Axon M wird den eingereichten Patentanträgen zufolge nach „oben“ und somit vertikal aufgeklappt und der Bildschirm damit deutlich verlängert. Mit dieser Technik wird ebenfalls eine Faltung nach „innen“ durchgeführt, die bei einigen Herstellern nun als weniger belasten für die Displays angesehen wird. Da die obere Klappe etwas kürzer ausfällt, bleibt vom größeren Display unten ein Streifen sichtbar und wird wohl für die Nachrichtenanzeige genutzt.

Zu den technischen Daten ist derzeit noch nichts bekannt, da es sich im Status einer Studie mit Patentreife handelt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es mindestens den technischen Stand des ebenso neuen Axon 10 Pro haben dürfte. Besonders spannend ist auch hier die Tatsache, dass bereits viele Hersteller einen 5G-Support mit dem Snapdragon 855 und seinem X50-Moden anbieten. In vielen Ländern ist 5G noch eine Studie, in der Schweiz hingegen wird 5G derzeit rasend schnell etabliert und in absehbarer Zeit flächendeckend verfügbar sein. Erst dann können die vielen Vorteile der schnellen Datenanbindung auch für Smartphones so richtig zur Geltung kommen.

Lineage OS 16

Das alternative Betriebssystem basiert auf dem aktuellen Android 9 Pie mit dem Unterschied, viele eigene Funktionen anbieten zu können. Auch wenn die meisten Smartphone-Nutzer ein Upgrade mit Custom-ROMs „noch“ nicht durchführen möchten, erfreut sich das alternative Betriebssystem großer Beliebtheit. Der Vorgang eines OS-Upgrades durch ein Custom-ROM ist aus heutiger Sicht keine grosse Aktion mehr und kann nahezu von jedem Benutzer problemlos durchgeführt werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass sein Smartphone-Model auch für das Lineage-OS geeignet ist. Die Liste der unterstützten Geräte wurde nun deutlich erweitert.

Neu hinzu kamen u. a. die Modelle Xiaomi Mi 8, das Google Pixel und Pixel XL. Somit ist die Liste auf 27 Geräte angewachsen. Mit dem Lineage OS kommen wichtige Zusatzfunktionen aus beispielsweise dem Bereich Sicherheit auf Ihr Gerät. Mit dem erneut verbesserten Privacy Guard können Sie noch detaillierter einstellen, welche Zugriffsrechte und Funktionen eine App verwenden darf. Im Zuge der stetig ansteigenden Datenleaks und Sicherheitspannen wird eine weitreichende Sicherheitskonfiguration, wie Sie Android 9 Pie so nicht bieten kann, zunehmend von Interesse.

Als Nachfolger des legendären CyanogenMod-Betriebsystem ist das neue Release von LineageOS 16 nun auch für weitere lang erwartete Geräte wie das Huawei P20 Pro, das Honor View 10, OnePlus 5T, Popcorn F1 und Xiaomi Mi Mix 2S freigegeben worden. Allesamt können mit der Release 16 nun auch den kommenden Dark-Mode von Android nutzen, was der Akkuleistung zugutekommen wird. Auch interessant: Endlich kann ein gesperrtes Gerät auch neue USB-Verbindungen ablehnen, was bisher so nicht möglich war und ein Sicherheitsleck darstellte. Weitere Informationen finden Sie direkt auf der LineageOS-Startseite.

Xiaomi Foldable

Da sich inzwischen viele Hersteller auf die neue Smartphone-Technologie mit faltbaren Displays einlassen, steht auch Xiaomi in den Startlöchern. Entgegen bisherigen bekannten faltbaren Displayformen geht man hier aber andere Wege. Das Konzept von Xiaomi sieht ein doppelt faltbares und symmetrisch geteiltes Display vor. Der Bildschirm kann dadurch verschiedene Formen und Grössen einnehmen. Ein zentrales Display kann auf beiden Aussenseiten um jeweils die halbe Bildschirmfläche vergrössert werden.

Wer sich nun diese neue Technologie nicht so richtig vorstellen kann, dem sei das bereits verfügbare Konzept-Video des Xiaomi Foldable ans Herz gelegt. Hier wird mehr als Eindrucksvoll der Umgang mit einem Multi-Foldable-Display demonstriert. Beide Hälften lassen sich zu einem riesen grossen Bildschirm auffalten. Dabei kann jede einzelne Seite separat weggeklappt werden. Als Namensgebung konnten von Xiaomi zwei Gerätebezeichnungen erfahren werden. Das neue Modell wird entweder als Xiaomi Dual Flex oder Xiaomi MIX Flex in der zweiten Jahreshälfte 2019 erwartet. Zu den technischen Daten gibt es noch keine genaueren Angaben, wir werden diese aber sobald verfügbar nachreichen.

Dieses spannende Konzept eröffnet völlig neue Möglichkeiten, sofern das Betriebssystem hier auch mitspielt. Auf der Oberseite in dem wahrlich sehr dünnen Steg wurde der Ein-/Ausschalter platziert. Auf der Unterseite ist ein USB3-Anschluss zu erkennen. Die Frage nach der Kamera (Front- und Rückseite) bleibt derzeit noch unbeantwortet. Hier würde sich sinnvollerweise auch ein Slider-Mechanismus bewähren, der beide Cams gleichzeitig herausfahren und aktivieren könnte. Somit ist Xiaomi der weltweit erste Hersteller von mehrfach faltbaren Displays auf Smartphones. Es bleibt abzuwarten, wann das erste Seriengeräte des Herstellers im europäischen Markt verfügbar ist.

Autor: Volkmar Großwendt

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