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Herzenssache Hypnose

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Was passiert wenn wir unsere Komfortzone verlassen?

Fast jeder von uns hat ihn schon mal gehört, den Satz: „Komm aus deiner Komfortzone raus oder «Verlasse mal deine Komfortzone». Doch was ist die Komfortzone überhaupt und wozu sollte man diese verlassen? Wohin gelangen wir, wenn wir sie verlassen und wozu soll das gut sein?

In diesem Bericht erfahren Sie mehr dazu. Nun, fangen wir einmal beim Namen an, das Wort Komfort, abgeleitet aus dem englischen «Comfort», heisst so viel wie Bequemlichkeit. Wir sprechen hier also von einer sogenannten «Bequemlichkeitszone».

Unsere Komfortzone besteht zum Beispiel aus unserer Arbeit oder Ausbildung, aus dem gewohnten Umfeld und Freundeskreis. Kurzum: Es ist unsere vertraute und gewohnte Umgebung, Bereiche in denen wir nicht viel Neues erwarten können, sondern wir genau wissen, was alles ist oder passieren wird.

Schauen wir uns zunächst das Komfortzonen-Modell genauer an.
Bildlich dargestellt befinden wir uns am liebsten im innersten Kreis, da wir uns dort am wohlsten fühlen. Uns ist alles vertraut. Jedes Überschreiten in die nächste Zone benötigt Mut und dies fällt uns nicht immer leicht, da wir Menschen zu den «Gewohnheitstieren» gehören.

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©Sabrina Balmer

Was geschieht ausserhalb der Komfortzone, in der sogenannten Lernzone?

Diese Zone wird auch Wachstums- oder auch Risikozone genannt, denn hier betreten wir einen neuen Bereich. Fernab von Routine, erhalten wir neue Möglichkeiten und wachsen mit neuen Herausforderungen in jeglichen Bereichen, sei es im Job, in Beziehungen oder Umgebungen.

Es können zwar geringfügige Ängste und Unsicherheiten auftauchen, aber es hilft uns dabei, neue Fähigkeiten zu erschaffen und somit zu wachsen.
Vielfach passiert das mit einer gewissen Vorsichtshaltung (daher auch Risikozone), da zu Beginn dieses «Experimentes» der Ausgang unklar ist. Funktioniert der Plan jedoch, haben wir uns beispielsweise neues Wissen erfolgreich erworben, so haben wir unsere Komfortzone automatisch erweitert – und der vorerst kleinste Kreis wird grösser.

Selbstbewusstsein stärken

Die Panikzone, in der wir leicht unter grossen Stress bis hin zur Panik geraten können, ist oftmals mit einem Fremdgefühl verbunden. Dies kann uns mit einem Gefühl der Überforderung ummanteln. Können wir die Situation jedoch meistern, etwa einen Auftritt auf der Bühne, stellt sich ein enormes Erfolgserlebnis ein.

Inwiefern wir uns aus der Komfortzone bewegen, ist eine Frage der Persönlichkeit und der Wahrnehmung. Nicht umsonst weiss unser Volksmund: «Wer wagt, gewinnt». Wer dies jedoch aus Angst oder Bequemlichkeit vermeidet, sollte keine grosse Veränderung erwarten. Auch unser Unterbewusstsein achtet darauf, dass wir dort verbleiben. Jede Veränderung wird vom Unterbewusstsein vorerst geprüft, ob es sich um eine Gefahr handeln könnte.

Jeder von uns hat Träume, Visionen und Ziele. Diese werden aber nicht vom Nichtstun und Abwarten erreicht, somit mit Veränderung. Wir sind dazu gezwungen, etwas zu ändern, um das Gewünschte zu erlangen. Aufgrund dessen ist es unumgänglich, in der Komfortzone zu verweilen.
Wie vorhin bereits erwähnt, ist es bis zu einem gewissen Grad eine Frage der Persönlichkeit, manche Menschen besitzen generell mehr Offenheit und Neugier, andere sind eher introvertiert und hinsichtlich auf neue Erfahrungen weniger aufgeschlossen.

Wenn Sie die Komfortzone verlassen, kann folgendes passieren:

• Sie eröffnen sich selbst komplett neue Chancen und Möglichkeiten
• Sie trainieren ganz automatisch Ihre Stärken und entwickeln ein hohes Selbstwertgefühl
• Sie stellen fest, was in Ihnen steckt und erkennen zum Teil ganz neue Seiten an sich
• Sie stellen fest: Träume können Realität werden
• Sie überwinden (unbegründete) Ängste und machen sich auch weniger Sorgen
• Sie stellen fest, dass sich das Meiste gar nicht so schlimm anfühlt

«Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist». Henry Ford hat wohl Recht. Wenn wir nichts wagen, verlernen wir uns weiterzuentwickeln. Nur wenn wir die Komfortzone verlassen, haben wir die Chance, über uns hinauszuwachsen und stärker zu werden. Privates Glück, beruflicher Erfolg, körperliche Gesundheit, neue Freunde oder persönliche Entwicklung gibt es nicht zwangsläufig innerhalb unserer Komfortzone, sondern erfordert den Schritt, sich nach aussen zu orientieren.

Raus aus der Komfortzone

Der schwierigste Teil, um die Komfortzone zu verlassen ist demnach der Start, das Tun, um raus aus der Komfortzone zu kommen. Die Entscheidung zu treffen, loszulegen. Den Wagen ins Rollen zu bringen. Wussten Sie übrigens, dass bei einem Auto der meiste Sprit beim Anfahren verbraucht wird? Genauso ist es auch, wenn Sie die wohlige Komfortzone verlassen möchten.
Deshalb ein kleiner Denkanstoss: Über welches in Ihrer Vergangenheit erreichte Ziel sind Sie am meisten stolz? Womöglich eines, bei dem Sie Ihre Komfortzone verlassen mussten, um es zu erreichen? Fakt ist jedoch, wenn Sie zufrieden sind, mit dem, was sie besitzen und an dem Punkt, an dem Sie im Leben stehen, dann müssen Sie nicht zwingend die Komfortzone verlassen oder Dinge tun, die Ihnen nicht liegen.

Jedoch ist der Schritt Richtung Lernzone vereinzelt mit einer begründeten oder eben auch unbegründeten Angst verbunden. Ängste sind nicht grundlegend ein Problem. Sie werden aber dann zum Problem, wenn sie Überhand nehmen und immer wieder in Situationen auftreten, in denen sie uns blockieren. Da kommt unser Unterbewusstsein wieder ins Spiel. Im Unterbewusstsein liegen nachweislich viele Verhaltensweisen und Ängste verborgen, die unseren Alltag beeinflussen. Oft sind uns die Ursachen für unser Verhalten, die vom Unbewussten gesteuert wird, nicht wirklich bewusst.

Beliebte Therapie

Hypnosetherapie ist übrigens ein sehr beliebtes Therapieverfahren. Durch einen entspannten hypnotischen Zustand erreicht man unbewusste Prägungen unter Umgehung möglicher Blockaden des rationalen Wachbewusstseins. Das Unterbewusstsein kann somit direkt angesprochen werden. Mittels effektiven Techniken besteht die Möglichkeit, die Prägungen so umzuwandeln, dass sie nicht mehr blockieren. Die Situationen können dadurch neu bewertet werden. Wenn man etwas wirklich will, gibt es immer einen Weg. Steve Jobs, Mitbegründer und langjähriger CEO von Apple, sagte einst: «Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich».

Autorin: Sabrina Balmer

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