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Xiaomi Mi Mix 3

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© Xiaomi

Mit seinem beeindruckenden Full-Screen im Detail

Die Smartphone-Abeilung von Xiaomi erhält mit dem neuen Mi Mix 3 Zuwachs. Der Hersteller präsentierte das Gerät Ende Oktober 2018 und zieht vor allem beim Design Blicke auf sich. Normalerweise setzen fast alle Konzerne auf eine Displayeinkerbung (Notch) für Frontkamera und Co., doch Xiaomi wollte sich diesem Trend beim Mi Mix 3 nicht anschliessen. Stattdessen entschied man sich für einen Slider-Mechanismus, um die Frontkamera beziehungsweise Face-Unlock weg vom Bildschirm zu bekommen. Wird eines davon benötigt, dann muss einfach nur eine Wischbewegung gemacht werden, damit das Slider-Modul ausgefahren wird. Xiaomi arbeitet mit einem Magneten, der offiziellen Angaben zufolge 300.000 Vorgänge ohne irgendwelche Ermüdungserscheinungen überstehen soll. Dabei wird übrigens der gesamte hintere Teil nach oben gefahren, ausserdem sollen so zum Beispiel auch Anrufe angenommen werden können.

Design und Verarbeitung

Schaut man sich das Mi Mix 3 von vorne n, dann sieht man nichts ausser Display. In Zahlen ausgedrückt nimmt es stolze 93,4 Prozent ein (möglich wird das durch den Slider-Mechanismus). Das quasi randlose Smartphone besteht aus einem Metallrahmen, die Rückseite wurde aus Keramik gefertigt. Damit ist zwar ein Bruch-Risiko vorhanden, doch dafür glänzt es mit einer äusserst kratzresistenten Eigenschaft. Die Kameraanordnung auf der Rückseite erinnert stark an das iPhone, unterm Strich gibt das Xiaomi-Smartphone ein sehr modernes Bild mit hochwertigen Materialien von sich.

Die Hardware

Der AMOLED-Bildschirm an der Front misst 6,39 Zoll, löst mit 2.340 x 1.080 Pixeln auf (Full HD+) und macht es sich im 19,5:9-Format gemütlich. Die Pixeldichte liegt bei 403ppi, die maximale Helligkeit wird im normalen Modus mit 430cd/m2 angegeben. Gerechnet wird mit dem derzeit stärksten Prozessor aus dem Hause Qualcomm, dem Snapdragon 845. Die Grösse des Arbeitsspeichers hängt vom jeweiligen Modell ab, es können 6, 8 oder 10 GB sein. Der interne Speicher kommt auf 128 oder 256 GB, eine Version mit 64 GB gibt es nicht und dieser kann auch nicht erweitert werden.

Weiter geht es mit dem 3.200 mAh grossen Akku, welcher via Quick-Charge 4.0+ Technik mit neuer Energie gefüllt werden kann. Ebenfalls ins Gerät haben es Bluetooth 5.0, WLAN-ac, ein Gyroskop und NFC geschafft. Erfreulicherweise unterstützt selbst das für China bestimmte Modell alle LTE-Bänder, die auch für Deutschland notwendig wären. Das Betriebssystem zeigt sich als Android 9, wird aber natürlich mit der hauseigenen Oberfläche MIUI überzogen (in Version 10). Wer das Mi Mix 3 nicht mit seinem Gesicht entsperren möchte, der kann auch den an der Rückseite angebrachten Fingerabdrucksensor nehmen.

Die Kameras

Hinten verbaut Xiaomi eine Dual-Kamera mit jeweils 12 Megapixeln. Einmal handelt es sich um einen Sony IMX363-Sensor mit einer f/1.8-Blende, und einmal handelt es sich um einen Samsung S5K3M3-Sensor mit einer f/2.4-Blende. Die zweite Linse stellt ein Tele-Objektiv dar, man kann damit also optisch Zoomen beziehungsweise Portrait-Fotos machen. Weitere Unterstützung bekommt die doppelte Kamera durch einen Dual-Pixel Autofokus und durch einen optischen Bildstabilisator. Die im Slider-Mechanismus versteckte Frontkamera weist ebenfalls zwei Linsen aus, sie stellt einmal 24 Megapixel und einmal 2 Megapixel bereit. Sie ist auf den Bokeh-Effekt ausgelegt.

Preise und Marktstart

Zu Beginn wird es das Xiaomi Mi Mix 3 ausschliesslich in China geben. Ein internationaler Release ist aber so gut wie sicher, auf die chinesischen Preise bezogen könnte es ausserdem mal wieder ein echtes Schnäppchen werden. Die Version mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher liegt bei 3.299 yuan (416 Euro/473 CHF), für 8 GB RAM und 128 GB Speicher werden 3.600 yuan (454 Euro/516 CHF) fällig. Die Ausgabe mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher schlägt mit 3.999 yuan (505 Euro/574 CHF) zu Buche, am teuersten wird es bei der Special Edition (Palace Museum Edition) mit 10 GB RAM und 256 GB Speicher mit 620 Euro/705 CHF

 

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Autor: Chris

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