Telefonie

Huawei Mate 20 Pro

Huawei Mate 20 Pro
© Huawei

Huawei spendiert seiner Mate-Reihe ein Upgrade und lässt das Mate 20 auf die Öffentlichkeit los. Genauer gesagt gibt es neben diesem auch noch eine Pro-Ausgabe, sie stellt das neue Topmodell im Sortiment dar (abgesehen von der erneut verfügbaren Porsche-Design-Edition). Aufgrund der vielen Besonderheiten und des Preises ist das Pro ganz klar das interessanteste Gerät, Konkurrenten wie Samsung dürfen deshalb auch zurecht Sorgenfalten auf der Stirn haben. Aber nicht nur wegen dem neuen Flaggschiff des chinesischen Unternehmens, sondern auch, weil der Konzern selbst immer mehr an Bedeutung in der Branche gewinnt.

Das Huawei Mate 20 Pro im Detail

Auf das Design bezogen hat Huawei aktuelle Trends integriert und sich ein wenig von anderen Modellen inspirieren lassen. Zum Beispiel wurde das Glas sowohl vorne als auch hinten an den Seiten abgerundet, dies kennt man so bereits vom Samsung Galaxy S9. Positive Effekte daran: Es sieht extrem schick aus und liegt besser in der Hand. Eine Verwechslung ist aber dennoch ausgeschlossen, denn die Kameraanordnung ist deutlich anders ausgefallen. Die recht breite Notch auf der Vorderseite hingegen (also die Displayaussparung) kommt von Apple und ermöglicht die Unterbringung wichtiger Komponenten. Auch wenn Design von jedem anders aufgenommen wird, das Mate 20 Pro ist definitiv gelungen.

Die Hardware

Der 6,39 Zoll grosse OLED-Bildschirm wird lediglich von einem ganz dünnen Displayrahmen umrandet. In das 19:9,5-Seitenverhältnis haben es eine Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixel und eine Pixeldichte von 545 ppi geschafft. Der Antrieb findet durch den Kirin 980 statt, der laut Hersteller als erste CPU für ein Smartphone im 7-Nanometer-Verfahren produziert wird (6,9 Milliarden Transistoren). Er ist also im Vergleich zum Vorgänger schneller (2x 2,6, 2x 1,92 und 4x 1,8 GHz) und gleichzeitig energieeffizienter. Zusammen mit dem 6 GB grossen Arbeitsspeicher bringt keine App das Mate 20 Pro an seine Grenzen. Etwas kurios wird es beim Speicher, denn die internen 128 GB lassen sich zwar erfreulicherweise erweitern, allerdings passt eine handelsübliche microSD-Karte nicht in den Slot. Stattdessen setzt Huawei auf eine sogenannte NM-Card, dabei handelt es sich um eine Eigenentwicklung mit wahlweise 64, 128 oder 256 GB. Der Formfaktor der Speicherkarte entspricht dem einer Nano-SIM.

Drei Hauptkameras schaffen mehr

Ein Highlight stellt das quadratisch angebrachte Kameramodul auf der Rückseite da. Es beinhaltet neben einem LED-Blitz gleich drei Linsen, die erneut in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurden. Die Kameras setzen sich dabei wie folgt zusammen: Ein RGB-Sensor mit einem Weitwinkel-Objektiv und 40 Megapixeln (f/1.8), ein Ultraweitwinkel-Objektiv mit 20 Megapixeln (f/2.2) und ein 8-Megapixel-Sensor mit einem Tele-Objektiv (f/2.4). Huawei preist vor allem die Makroaufnahmen (bereits bei 2,5 cm Abstand möglich) und die erweiterte Integration von künstlicher Intelligenz an. Bewegte Bilder – in Form von Videos – gelingen mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und in 4K. Dank der umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten bietet das Mate 20 Pro einzigartige Aufnahmen, auch von der mit 24 Megapixeln ausgestatteten Frontkamera kann man dies mit einem guten Gewissen behaupten.

Die lange Liste der Besonderheiten

Das Huawei Mate 20 Pro bietet für ein Smartphone überdurchschnittlich viele Highlights. Zunächst ist zum Beispiel das neue Android 9 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 9.0 zu erwähnen. Sie wurde aufgeräumt und stellt Funktionen wie HiVision bereit. Danach geht es mit der Gesichtsentsperrung weiter, die wie bei Apple auf einer Infrarot-Technik basiert und besonders zuverlässig arbeiten soll. Der Hersteller spricht in Bezug auf die Falschabgleichsrate von weniger als eins zu einer Million, des Weiteren soll die Erkennung des Benutzers in maximal 600 Millisekunden erfolgen. Anders als beim iPhone steht aber auch noch ein Fingerabdrucksensor bereit, der so aber nicht zu sehen ist. Das liegt daran, weil das chinesische Unternehmen diesen erfolgreich unter das Display verbauen konnte.

Neben den Stereo-Lautsprechern und der IP68-Zertifizierung ist der Akku eine weitere Besonderheit. Während schon alleine die Kapazität von 4.200 mAh beeindruckt, hat Huawei endlich kabelloses und schnelles Laden verbaut. Letzteres ist im wahrsten Sinne des Wortes schnell, denn dank 40 Watt erreicht das Mate 20 Pro 70 Prozent in nur 30 Minuten. Und nicht nur das, man macht sich die dicke Batterie noch mehr zunutze. Genauer gesagt dient das Flaggschiff bei Bedarf als Ladegerät für andere Smartphones. Beide müssen einfach nur mit dem Rücken aneinander gehalten werden und schon findet der Ladevorgang (zum Beispiel bei einem iPhone) statt.

Preis und Verfügbarkeit

Das 157 x 73,1 x 9,5 Millimeter grosse und 189 Gramm leichte Huawei Mate 20 Pro erreicht die Schweiz ab dem 2. November. Ab diesem Tag steht das Smartphone zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 CHF in den Farben Midnight Blue, Black und Twilight in den Läden. Interessiert man sich für die neue Farbe Emerald Green, dann muss man bis Dezember warten. Dafür bleibt der Preis gleich.

Kommentar verfassen