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Huawei P20 Pro im Vergleich

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©Huawei

Die P20-Serie von Huawei besteht neben dem normalen P20 auch aus einem Lite- und einem Pro-Modell. Wie man auch schon am Namen erkennen kann, handelt es sich einmal um eine günstigere und einmal um eine teurere Ausgabe, doch wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den beiden? Klar, der Preis ist eine Sache, aber in welchen Punkten hat der Hersteller beim Lite gespart?

Das Design

Würden die beiden Geräte direkt nebeneinander liegen, dann ist ein Unterschied im ersten Moment nicht zu erkennen. Sowohl das Lite als auch das Pro haben eine Notch im Display, diese fällt jedoch bei der günstigeren Version ein wenig breiter aus. Ein weiteres Erkennungsmerkmal stellt der untere Rahmen beziehungsweise das Kinn dar, beim Pro besteht dieser aus einer Taste, beim Lite wiederum hat es sich an dieser Stelle der Huawei-Schriftzug gemütlich gemacht. Auf der Rückseite geht es ähnlich weiter, denn das grundlegende Design ist auch hier identisch. Aufgrund des Fingerabdrucksensors ist die Lite-Ausgabe aber schnell enttarnt, er befindet sich nämlich in diesem Fall auf der Rückseite. Das Pro erhielt diesen in die Taste auf der Vorderseite integriert. Der letzte entscheidende Unterschied betrifft die Materialien, statt Glas gibt es für das Lite „nur“ Kunststoff. Optisch ist das Ganze gar nicht so sehr erkennbar, doch spätestens in der Hand fällt es auf.

Zusammenfassung: Die Designsprache beider Geräte ist gleich, lediglich ein paar wenige Verschiedenheiten geben den ausschlaggebenden Punkt.

Die Technik

  • 5,84 Zoll, 2.280 x 1.080 Pixel, 432 ppi und ein LCD-Panel, mit diesen Angaben wartet das P20 lite auf.
    Im Vergleich dazu hat Huawei im Pro ein OLED-Panel, 6,1 Zoll, 2.240 x 1.080 Pixel und 408 ppi verbaut.
    Bei der Schärfe gibt es demnach gar keine grossen Unterschiede, nur das Panel gibt in diesem Fall den Ton an (OLED bietet einen besseren Schwarzwert und kräftigere Farben).
  • Die Arbeit verrichtet im Lite ein Kirin 659, also acht Kerne mit maximal 2,36 GHz.
    Etwas mehr Leistung gibt der Kirin 970 im Pro her, hier liegt die maximale Taktfrequenz bei 2,4 GHz.
  • Bei der GPU (Mali-T830 MP2 gegen Mali-G72 MP12) und beim Arbeitsspeicher (4 GB gegen 6 GB) geht das Spiel genau so weiter.
  • Spannend wird es beim internen Speicher, denn das kleinere P20 hat zwar „nur“ 64 GB integriert, kann aber mit einer microSD-Karte bestückt werden.
    Das Pro gibt diese Möglichkeit nicht her, hier bleibt es bei den 128 GB.

Zusammenfassung: Das Lite-Modell punktet mit einem Speicherkartenslot und ist auf den Alltag bezogen nur bedingt schlechter, erst bei aufwendigen Spielen usw. kann das Pro seine Muskeln spielen lassen.

Die Kamera

Da die Kamera ein Hauptfaktor bei einem Smartphone ist, findet man hier auch den wohl grössten Unterschied zwischen Lite und Pro.

  • Im ersten Fall steht eine Dual-Kamera mit 16 (Blende f/2.2) und 2 Megapixeln bereit. Es gibt keine optische Bildstabilisierung, Objekte lassen sich nur digital näher heranholen (Zoom) und Videos werden in Full HD bei 30 fps aufgenommen. Die Front ziert eine Selfie-Kamera mit 16 Megapixeln und einer f/2.0-Blende.
  • Wesentlich besser kommt das Pro daher, zum Beispiel erhöht sich die Anzahl der Linsen auf drei Stück. Sie arbeiten mit 40 (Blende f/1.8), 20 (Blende f/1.6) und 8 Megapixeln (Blende f/2.4). Dazu kommen ein Laserautofokus, eine optische Bildstabilisierung, ein 3fach optischer Zoom und die Aufzeichnung von Videos in 2.160p. Die Blende der Frontkamera ist gleich, lediglich die Auflösung ist mir 24 Megapixeln etwas höher.

Zusammenfassung: Wem die Kamera bei seinem Smartphone wichtig ist, der kommt am P20 Pro nicht vorbei. Zwar lassen sich mit dem günstigeren Modell auch ansehnliche Ergebnisse erreichen, doch im direkten Vergleich hat es ohne Wenn und Aber das Nachsehen.

Weitere Unterschiede

  • Musik hören ist mit dem P20 lite einfacher, denn es verfügt noch über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.
    Beim Pro ist man auf einen Adapter angewiesen.
  • Dafür ist es mit dem neueren Android 8.1 ausgestattet, wesentliche Nachteile zu Android 8.0 gibt es aber nicht (auf das Lite bezogen).
  • Die verschiedenen Displaygrössen sorgen zudem für unterschiedliche Masse, so treffen 148,6 x 71,2 x 7,4 Millimeter auf 155 x 73,9 x 7,8 Millimeter (Pro).
  • Das Gewicht beträgt 145 beziehungsweise 180 Gramm, einen entscheidenden Teil dazu trägt der Akku bei.
  • Statt 3.000 mAh (Lite) stellt das Pro 4.000 mAh bereit, auch Schnellladen ist in diesem Fall mit dabei.
    Laut Huawei kommen die 3.000 mAh auf eine Standby-Zeit von 454 Stunden (19 Tage), die 4.000 mAh bringen es auf 421 Stunden (18 Tage).
  • Die Farbauswahl ist übrigens auch nicht gleich, genauer gesagt ist man beim teureren Modell mehr eingeschränkt (Schwarz, Blau und Twilight).
    Günstiger bedeutet in diesem Fall also mehr Auswahl (Schwarz, Pink, Blau und Gold).

Fazit

Zwischen Lite und Pro ist vor allem eine Sache anders, die Ausstattung. Beim Bildschirm, beim Prozessor oder auch beim internen Speicher sind es aber gar nicht mal Welten, dies kann man wenn dann nur von der Kamera behaupten. Dieser Umstand führt auch zu einem eindeutigen Fazit: Wer ein Smartphone mit einem modernen Erscheinungsbild und durchschnittlicher Hardware haben möchte, der liegt mit dem Lite genau richtig. Muss es dagegen eine starke Kamera haben und einen Tick schneller sein, dann ist das Pro die richtige Entscheidung.

1 Kommentar

  • […] Huawei spendiert seiner Mate-Reihe ein Upgrade und lässt das Mate 20 auf die Öffentlichkeit los. Genauer gesagt gibt es neben diesem auch noch eine Pro-Ausgabe, sie stellt das neue Topmodell im Sortiment dar (abgesehen von der erneut verfügbaren Porsche-Design-Edition). Aufgrund der vielen Besonderheiten und des Preises ist das Pro ganz klar das interessanteste Gerät, Konkurrenten wie Samsung dürfen deshalb auch zurecht Sorgenfalten auf der Stirn haben. Aber nicht nur wegen dem neuen Flaggschiff des chinesischen Unternehmens, sondern auch, weil der Konzern selbst immer mehr an Bedeutung in der Branche gewinnt. […]

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