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Virtuelle Post-It-Zettel

©kreus/AdobeStock

Post-It-Zettel verdanken ihre Erfindung einem Kirchenchor-Sänger. Art Fry arbeitete bei 3M und ärgerte sich darüber, dass ihm bei den Chorproben immer wieder seine Lesezeichen aus den Noten herausfielen. Da erinnerte er sich an einen Kollegen, Spencer Silver, welcher einen besonderen Klebstoff entwickelte, mit welchem im Unternehmen niemand etwas anfangen konnte, weil er nur schwach haftete.

Die beiden experimentierten Mitte der Siebziger-Jahre mit diesem Klebstoff; die Wahl der Farbe Gelb war purer Zufall (ein Restposten war verfügbar). Man begann, Begleitnotizen zu Akten auf solche Zettel zu schreiben und auszutauschen. Bald war die gesamte Belegschaft von 3M süchtig nach diesem neuen Kommunikationsmittel.

Post-It-Zettel entwickelten sich seit ihrer Einführung 1980 zu einem gigantischen Verkaufsschlager. Bis heute setzt 3M jährlich rund viereinhalb Milliarden Blöcke davon ab.
Kein Wunder, dass die Menschen auch am Computer diese Haftnotizen verwenden. Sie kleben am Bildschirmrand, auf der Tischplatte, unter der Tastatur und an den Schranktüren. Darauf stehen zu erledigende Aufgaben, Telefonnummern, Geistesblitze, Website-URLs, Produktnamen, Anweisungen von Chef, Termine und manchmal auch Passwörter.

Noch praktischer als Post-It-Zettel sind nur noch die virtuellen Post-It-Zettel. Diejenigen, welche nicht auf, sondern im Computer kleben. Gegenüber ihren physischen Vorbildern haben sie manche Vorzüge:

  • Sie sind unendlich flexibel gestaltbar. Farben, Schriftarten, Grössen usw. sind in einem weiten Rahmen frei wählbar
  • Sie lassen sich beliebig vermehren. Der Block wird nie leer.
  • Sie können bei Bedarf mit einem Tastendruck versteckt werden.
  • Sie sind schnell und sauber beschriftet und lassen sich natürlich nachträglich editieren (kürzen, erweitern, abändern, korrigieren, usw.)
  • Sie kosten nichts. Alle hier vorgestellten Anwendungen sind kostenfrei

Diese virtuellen Post-It-Zettel heissen meistens «Sticky Notes» und sind teils als eigenständige Programme bzw. Apps, teils als Browser-Erweiterungen verfügbar. Die besten Programme für Windows werden in diesem Artikel vorgestellt.

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