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Oppo Find X

Oppo find-x
©oppo

Ein Smartphone aus der Zukunft?

Der Handyhersteller Oppo ist in Europa relativ unbekannt. Viele werden den Namen noch gar nicht oder nur beiläufig gehört haben. Dies soll sich aber ändern, und zwar schnellstmöglich. Normalerweise tasten sich Konzerne Schritt für Schritt an solche Projekte heran (zum Beispiel mit preiswerten Einsteiger-Smartphones), doch Oppo will es sofort wissen. Ihr Geheimrezept liegt im brandneuen Find X, welches für Aufmerksamkeit und demnach für einen schnellen Aufstieg sorgen soll. Solche Wünsche sind natürlich gang und gäbe, doch in diesem Fall könnte es wirklich funktionieren. Das Gerät unterscheidet sich nämlich tatsächlich von seinen Mitstreitern, sodass der Bekanntheitsgrad rasend steigen könnte. Aber was genau sind denn die Besonderheiten vom Smartphone?

Die technischen Grundinformationen

Bevor es zu den herausstechenden Merkmalen geht, sind erst einmal die technischen Grundinformationen dran. So ist das Oppo Find X in einem abgerundeten 3D-Gehäuse aus Glas untergebracht, welches durch einen Metallrahmen zusammengehalten wird. Auch wenn es keine Revolution ist, es sieht wirklich schick aus und liegt trotz seines riesigen Bildschirms noch vergleichsweise gut in der Hand. Es sind nämlich satte 6,42 Zoll (AMOLED-Display), die mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel arbeiten und im 19,5:9-Format vorliegen. Die Auflösung könnte zugegebenermaßen höher sein, doch dafür fördert es die Akkulaufzeit und es gibt bei der weiteren Ausstattung keine Patzer mehr. Der Prozessor ist nämlich ein Qualcomm Snapdragon 845, der auf stolze 8 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Der interne Speicher ist mit 256 GB ebenfalls überdurchschnittlich, außerdem gibt es Android 8.1 (inklusive ColorOS 5.1) und eine Dual-SIM-Funktion. Der Akku misst 3.730 mAh und ist natürlich fest verbaut. Die Entsperrung erfolgt übrigens via 3D-Gesichtserkennung, denn einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht. Das Prinzip ist mit Face ID aus dem Hause Apple vergleichbar, laut Hersteller arbeitet die Technik mit 15.000 Infrarot-Punkten.

Die revolutionären Besonderheiten

Hat man das Oppo Find X in Bildern vor sich, dann werden einem die fehlenden Kameralinsen auffallen. Es gibt sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite keine. Man hat diese aber nicht vergessen, sondern es war einfach kein Platz mehr da. Muss man nun etwa auf Selfies und Bilder verzichten? Nein, startet man nämlich die Kamera-App, dann fährt das Smartphone auf der Oberseite aus. Die motorische Vorrichtung bringt anschließend in 0,5 Sekunden eine Frontkamera mit 25 Megapixel und eine Dual-Kamera mit 16 beziehungsweise 20 Megapixel zum Vorschein. Die Kameras verschwinden also bei Nichtgebrauch im Gehäuse, was sie im Alltag vor Staub und Kratzern schützt. Diese Idee ist clever und könnte auch bei anderen Herstellern zu Nachahmungen führen. Eine weitere Besonderheit ist das Display, denn es verfügt weder über richtige Rahmen noch über eine sogenannte Notch. Der Bildschirm nimmt stolze 93,8 Prozent ein, sodass der Begriff „randlos“ besser denn je passt.

Kein Schnäppchen

Das Oppo Find X kommt im August 2018 offiziell nach Europa. Das Unternehmen ruft einen Basispreis von 999 Euro aus, noch mehr muss man für die Lamborghini-Edition hinlegen. Satte 1.700 Euro sind es, wobei der Käufer nicht nur ein angepasstes Design, sondern auch einen veränderten Ausstattungsumfang erhält. So ist der interne Speicher 512 GB groß und es gibt eine schneller arbeitende Aufladetechnik. Sie ermöglicht eine volle Aufladung in nur 35 Minuten, allerdings ist die Batterie mit 3.400 mAh etwas kleiner.

Zusammenfassung

Unterm Strich macht der Hersteller Samsung und Co. das Leben schwer. Das Smartphone bringt tatsächlich ein wenig Abwechslung in die Branche und erlangt viel Aufmerksamkeit. Fällt in naher Zukunft auch noch der Preis, dann wird das Gerät noch interessanter und muss sich weder vor dem Samsung Galaxy S9 noch vor dem Apple iPhone X verstecken.
Ob das Smartphone in der Schweiz erhältlich seind wird, ist noch unklar.

Autor: Chris

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