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APPLE GERÜCHTE ÜBER I PHONE

BOLOGNA, ITALY - CIRCA NOVEMBER 2017: Professional technician ha
©pio3

Ein ehernes Gesetz bei Apple besagt, dass niemals Informationen zu kommenden Modellen im Voraus preisgegeben werden. Erst am Tag der offiziellen Ankündigung erfährt das Publikum offiziell, was Apple Neues bringt. Dieses Jahr wird dies voraussichtlich der 4. September sein; denn traditionsgemäss stellt Apple neue Top-Modelle im Rahmen einer Keynote anfangs September vor, und zwar in der Regel an einem Dienstag.
Trotz Apples Informationssperre spriessen die Gerüchte um die neuen iPhone-Modelle seit Monaten munter. Eine wichtige Quelle dieser Gerüchte sind gut informierte “Leaker”. Diese Insider beziehen ihre Informationen aber nicht von Apple selber, sondern von dessen Zulieferern und Zubehör-Herstellern. Zum Beispiel von den Handyhüllen-Produzenten. Denn diese müssen bereits lange im voraus verlässliche Informationen über das Design der neuen Modelle erhalten, damit sie pünktlich zum Erscheinungstermin mit passendem Zubehör aufwarten können. So sind im Netz Designstudien und sogar 3D-Drucke der neuen iPhone-Modelle aufgetaucht, welche Rückschlüsse auf die Dimensionen, aber auch die Ausstattung ermöglichen.
Weitere Gerüchte-Quellen sind erfahrene Analysen, die aufgrund genauer Beobachtung, Erfahrungen und Überlegungen zu plausiblen Annahmen gelangen.
Dieser Artikel fasst die Prognosen zusammen, welche derzeit über die kommenden iPhone-Modelle vorliegen.

3 neue iPhone-Modelle

Aller Voraussicht nach wird Apple dieses Jahr 3 neue iPhone-Modelle präsentieren:

  1. Das Nachfolgemodell zum iPhone X mit gleicher Displaygrösse wie dieses, nämlich 5.8 Zoll.
  2. Eine grössere Version des iPhone X mit einem 6.5 Zoll Display. Dieses Modell ist ein Mittelding zwischen einem Smartphone und einem Tablet – ein “Phablet”.
  3. Ein Sparmodell bzw. “Einsteiger-Modell” mit 6.1 Zoll LCD-Display zu einem günstigeren Preis und mit einer bescheideneren Ausstattung.

Display

Das Display des iPhone-X-Nachfolgers wird sich nicht verändern: Nach wie vor verbaut Apple ein OLED-Display mit Force-Touch-Sensor. OLED-Displays verbrauchen weniger Strom als LCD-Panels und sind dünner als diese.
Das Sparmodell wird mit einem LCD-Display ausgerüstet, welches ungefähr halb so teuer ist wie OLED.

Farben

Neusten Gerüchten zufolge plant Apple beim Sparmodell eine bunte Farb-Palette. Angeblich sollen sechs Farben verfügbar sein: Weiss, Schwarz, Gelb, Orange-Rot, Dunkel-Blau und Taupe. Dieses Gerücht ist mit Vorsicht zu geniessen – es könnten durchaus auch ganz andere Farben sein.

Kamera

Der Siegeszug des Huawei 20 Pro mit ihrer Triple-Kamera führt unweigerlich zur Frage, ob Apple in die künftigen Top-Modelle ebenfalls drei Kameras einbauen werde. Dies würde nicht nur der Bildqualität zugutekommen, sondern auch einen grösseren Zoom-Bereich ermöglichen. Die Vermutung ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Triple-Kamera zum neuen Standard der Smartphones wird. Neueste “Leaks” dämpfen aber diese Hoffnung: Die aufgetauchten 3D-Prints der kommenden iPhone-Modelle geben keinen direkten Hinweis auf eine geplante Dreifach-Kamera.
Beim Sparmodell rechnen die Markt-Auguren mit einer Einfach-Kamera.

CAD OF APPLES 6.1″ IPHONE (2018) LEAKED_Kamera

©slashleaks

Akku und Ladegerät

Je potenter die Smartphones werden, desto grösser ist ihr Strom-Hunger. Die Akku-Kapazität ist deshalb ein Dauerthema. Momentan geht man davon aus, dass der Nachfolger des iPhone X denselben Akku wie bisher kriegt. Dank einer Glasrückwand ist drahtloses Aufladen möglich. Noch unklar ist jedoch, ob diese Rückwand auch beim Sparmodell zum Einsatz kommen wird.
Damit das Aufladen schneller wird, plant Apple angeblich einen neuen Standard mit bis zu 18 Watt, was die Ladegeschwindigkeit mehr als verdoppeln und eine echte Schnellade-Funktion erlauben würde. Dabei könnte Apple auf USB-C statt Lightning setzen:

USB-C statt Lightning?

Zusammen mit anderen namhaften Herstellern hat Apple im Standardisierungs-Gremium USB-IF an einem “Memorandum of Understanding” mitgewirkt, welches die universelle USB-C-Schnitstelle zum neuen Standard erklärt. Ziel des Gremiums ist es, die Abfall-Berge aus Kabeln und Ladegeräten zu reduzieren, welche dadurch entstehen, dass jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Mit einer einheitlichen Schnittstelle könnte der Konsument seine Kabel und Ladegeräte weiterhin benutzen, wenn er die Smartphone-Marke wechselt. Es ist darum gut möglich, dass Apple die künftigen iPhones mit einem USB-C-Kabel ausliefern wird.

Abschied von der Touch-ID?

Man geht davon aus, dass Apple die Face-ID in allen neuen Geräten einbauen wird. Diese Technologie nutzt die TrueDepth-Kamera auf der Vorderseite (“Selfie”-Kamera), um das Gerät zu entsperren. Der Nutzer muss nur noch das iPhone vor sein Gesicht halten, um es zu entsperren. Apple geht es dabei weniger um den Komfort, sondern vielmehr um die Möglichkeiten, welche die TrueDepth-Kamera eröffnet. Einige Kostproben haben die iPhone-X-Besitzer bereits kennen gelernt, so zum Beispiel die Emojis und Animojis – Avatare, welche die Mimik des Benutzers in Echtzeit wiedergeben können – oder Fotofilter im Snapchat-/Instagram-Stil.
So interessant dies auch sein mag, bleibt dennoch ein negativer Beigeschmack. Denn angeblich plant Apple, zugunsten der Touch-ID vollständig auf den Fingerprint-Sensor (Touch-ID) zu verzichten. Dies ärgert diejenigen, welche das iPhone entsperren wollen, ohne es vor ihr Gesicht zu halten. Zum Beispiel in der Jackentasche (in Verbindung mit einem Headset) oder beim Autofahren.

Namensgebung

Als Modellbezeichnung für die Nachfolge-Modelle des iPhone X vermuten Insider entweder “iPhone 11” oder “iPhone XI” (Zahl 11 in römischer Schreibweise). Weniger plausibel erscheint “iPhone XS” (“S” für “Special”), da dieses Kürzel in der Modewelt “besonders klein” (extra small) bedeutet.
Das Sparmodell könnte “iPhone 9” heissen und sich damit als direkter Nachfolger des iPhone 8 positionieren.

Fazit

Wenn die Gerüchte stimmen, dann setzt Apple auf eine bruchlose Weiterführung der bisherigen Entwicklungsrichtung: Grössere Displays, weniger Anschlüsse, mehr künstliche Intelligenz (Augmented Reality), potentere Kamera. Ob dies reicht, um die Android-Konkurrenz in Schach zu halten, wird sich zeigen.

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