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MIT KLEINEM WERBE-BUDGET MÖGLICHST VIELE KUNDEN ERREICHEN

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Marketing ist wichtig, um ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Derzeit erlebt die Gründerszene dank Start-ups einen Aufwärtstrend. Doch oft fehlt es den Gründern an Marketingkompetenz und vor allem dem nötigen Kleingeld für eine umfassende Marketing-Kampagne. Da können soziale Netzwerke  Abhilfe schaffen.

Doch wer jetzt glaubt, es ist damit getan eine Profilseite des Unternehmens anzulegen, der irrt. Wer sein eigenes Unter­nehmen bekannt machen will, der muss interagieren. Es braucht Dialogbereitschaft. Denn nichts ist für Kunden frus­trierender, als wenn sie Fragen stellen oder Kommentare abschicken und darauf keinerlei Reaktion erfolgt. Das ist schliesslich der Kern von Social Media – der Austausch mit anderen.

Dieser Austausch sollte auch für Verbesserungen genutzt werden. Denn nirgends kommt man leichter an Kunden­Feedback als über die sozialen Medien. Hinzu kommt, dass man hier direkt Einfluss auf die Zielgruppe nehmen kann. Im grössten Netzwerk Facebook beispielsweise kann man Werbung und Beiträge gezielt in die richtige Zielgruppe einsteuern. Ausserdem geben die sozialen Medien die Chan­ce, die Zielgruppe besser kennenzulernen. Man erfährt, welche Seiten sie folgen (vielleicht sogar der Konkurrenz), was ihnen gefällt und wo sie Kommentare hinterlassen.

Start­ups bringen oft innovative Produkte auf den Markt. Daher ist es besonders wichtig, das Unternehmen und die Artikel vorzustellen und der Welt zu zeigen. Neben der reinen Produktpräsentation können soziale Medien auch dazu genutzt werden, die eigene Unternehmenskultur vor zu stellen. Das kann schon vor dem Verkaufsstart der Produkte erfolgen. So bekommen potenzielle Kunden be­reits einen guten Einblick. Man umgeht als neues Unter­nehmen zum Produktstart das Problem, dass die Marke oder die angebotenen Artikel im Markt noch nicht bekannt sind. Ist der Markteintritt erfolgt, erlaubt man den Kunden Rückfragen zu stellen oder offen ihre Meinung zum Produkt abzugeben.

Gerade zu Beginn, wenn jeder Rappen zweimal umgedreht werden muss, ist es besonders ärgerlich, wenn die Marke­ting­Massnahmen im Sande verlaufen und das Geld zum Fenster rausgeschmissen wurde. Die sozialen Plattformen bieten die Möglichkeit, Werbung an bestimmte Gruppen gezielt auszuspielen und nachzuverfolgen, ob diese wahr­genommen wurde. Gerade Facebook weiss sehr viel über seine Nutzer und macht es möglich, sehr genaue Zielgrup­pen für eine Anzeige zu definieren. Damit werden Streu­verluste minimiert und das eingesetzte Kapital optimal ausgenutzt. Durch die genauen Auswahlmöglichkeiten bei den Anzeigen ist es ebenso möglich das Budget genau zu steuern.

Influencer sind die neuen Werbebotschafter der digitalen Welt. Diese sind über soziale Kanäle am besten zu erreichen. Es ist daher wichtig, mit den passenden Botschaftern in Kontakt zu treten und herauszufinden, über welche Themen diese in ihrem Netzwerk sprechen. Wichtig ist dabei, die passenden Personen zu finden, ansonsten verläuft die Botschaft ins Leere. Wenn das Produkt besonders für den Kosmetik­Bereich interessant ist, bringt es wenig, Kontakte zu Computerexperten zu knüpfen. Beauty­ oder Mode­ Blogger sind da die besseren Ansprechpartner.

Die Konkurrenz kann natürlich ebenfalls beobachtet wer­den. Welche Strategien wenden diese an? Mit welchen In­fluencern arbeiten diese zusammen? Wie gehen sie mit Kunden um? All das lässt sich über die Social Media­Kanäle problemlos herausfinden. Trotz der positiven Aspekte gibt es bei dieser Marketingform auch Risiken. Wer keine gute Kundenansprache wählt oder Kundenkommentare und an fragen nicht schnell beantwortet, kämpft schnell mit einem schlechteren Image, welches sich dann auch auf die Produkte auswirkt. Schlusse ndlich führt es zu weniger Umsatz. Auch vor den sogenannten Shitstorms muss man sich in Acht nehmen. Besonders unzufriedene Kunden neigen dazu auf den sozialen Netzwerken ihren Unmut loszulassen. Auf diese muss besondersschnell und ein­fühlsam reagiert werden. Die Algorithmen der Plattformen stellen ebenfalls ein Pro­blem dar. Auch wenn die richtige Zielgruppe bei der Schal­tung ausgewählt wurde, kann es passieren, dass der Algo­rithmus das Unternehmen aussortiert und den potenziellen Kunden nicht anzeigt. Relevante und gute Inhalte, die viel Resonanz erhalten können diesem entgegensteuern. Sozial Netzwerke sind sehr schnelllebig. Wer es nicht schafft, permanent mit neuen Inhalten zu glänzen, wird in der Masse an Beiträgen schnell aus dem Blick verloren. Es ist da­her wichtig, ständig für neuen Content zu sorgen – mit dem Teilen der Produkte alleine ist es nicht getan. Man muss aktiv mit den Kunden in Kontakt treten und diese auch mal zur Interaktion aufrufen. So schafft man es, auch langfristig präsent zu bleiben.

 

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