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Von der Suchmaschine zum digitalen Butler

Bei der jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O ging es um die neusten Entwicklungen des Internet-Riesen. Virtual Reality und der digitale Assistent treten dabei immer weiter in den Vordergrund.

 

Google-Assistent

Dieser ist künftig auch auf iPhones verfügbar. Ausserdem kann der Bestellungen und Bezahlungen durchführen. Er soll sich zudem mit SmartHome-Geräten, wie zum Beispiel Rasenbewässerungsanlagen verbinden. Sogenannte Notifications für Erinnerungen, Verkehrsmeldungen oder auch Flugzeugverspätungen sollen über den Assistenten über Google Home und das Smartphone kommuniziert werden. Diese Benachrichtigungen lassen sich auf die eigenen Bedürfnisse des täglichen Lebens anpassen.

Für Entwickler bietet Google künftig den Google Home-Baukasten an, der es möglich macht den Sprachassistent in eigens entwicklte Geräte zu integrieren. Damit will das Unternehmen erreichen, dass der digitale Assistent in allen Lebensbereichen zur Verfügung steht.

 

Google Lenses

In den nächsten Monaten soll Google Lenses auf den Markt kommen. Mithilfe dessen kann der Google-Assistent in Verbindung mit der Kamera Informationen zur Umgebung liefern, wie beispielsweise Informationen zu einer Band, die auf einem Plakat zu sehen ist.

 

Google Home

Google Home wird dieses Jahr auch in den deutschsprachigen Raum kommen. Google Home funktioniert ähnlich wie der wie der digitale Assistent von Amazon (Amazon Echo). Bereits vergangenes Jahr wurde der smarte Lautsprecher in den USA eingeführt. Nun bekommt er neue Funktionen und wird in weiteren Ländern ausgerollt. So ist die Bluetooth-Unterstützung neu, die ein Abspielen von Audio-Inhalten von Android- und iOS-Geräten über den Lautsprecher ermöglicht. Auch beim Erkennen der Songs hilft Google Home. In Verbindung mit Chromecast am TV-Gerät kann Google Home auch visuelle Antworten liefern. So können die Nutzer auch über Google Home ihr Fernsehprogramm steuern. Angeblich soll ein ähnlicher Lautsprecher mit Siri ausgestattet werden. Kostenlose Telefongespräche von Home-zu-Home-Geräten sollen künftig auch möglich sein – zunächst wird dies aber erst in den USA angeboten.

 

Google for Jobs

Mit dieser Initiative will Google bei der Jobsuche unterstützen. Durch die Google-Suche und die Cloud-Jobs-API haben Unternehmen die Möglichkeit sich mit potenziellen Mitarbeitern und Arbeitssuchenden zu vernetzen.

 

Virtual und Augmented Reality

Bisher ist diese Plattform nur nutzbar, wenn man eine Virtual Reality- (VR-)Brille mit einem Smartphone kombiniert. Allerdings soll nun aber PC-Hersteller Lenovo mit dem Smartphone-Hersteller HTC an einer eigenständigen Brille – „Vive“ – arbeiten. Die digitale Realität soll mit der AR-Technologie und der Initiative Expeditions AR auch in den Klassenzimmern Einzug halten. Zusammen mit Euphrates wird es möglich die virtuelle Realität vom Telefon auf den Fernseher zu übertragen. So können die Nutzer ihre Erlebnisse mit anderen teilen. 360-Grad-Videos können künftig auf dem Fernseher angesehen werden und mit dem Spielcontroller oder der Fernbedienung gesteuert werden. Auch auf YouTube soll VR eingesetzt werden: Menschen können zusammen über Videos diskutieren. Den Zuschauern wird die Möglichkeit gegeben, über Kommentare auf YouTube Geld an den YouTuber zu überweisen – wenn eine bestimmte Summe erreicht ist, werden gewisse Dinge geschehen.

 

Smart Reply

Die Antwortsoftware wird nun auch bei GMail eingesetzt. Mit Hilfe einer Lerntechnologie soll es einfacher werden auf E-Mails zu antworten.

 

Android

Das neue Betriebssystem Android O steht als Beta-Version zum Download bereit. Mit diesem System können Android-Geräte über WLAN direkt miteinander kommunizieren, auch wenn kein Router in der Nähe oder mobiles Netz verfügbar ist. Die Bedienung wird künftig flüssiger laufen, beispielsweise mit der Bild-in-Bild-Funktion, bei der ähnlich wie in der YouTube-App ein kleines Bild in der Ecke angezeigt wird, während man durch andere Bilder scrollt. Google Play Protect soll den App-Store sicherer machen. Das System durchforstet täglich die rund 50 Milliarden Apps. Ist eine auffällig, wird diese automatisch von allen Geräten entfernt. Das neue Betriebssystem soll zudem die Akku-Laufzeit verlängern. Das Design des Home Screens wurde überarbeitet und soll eine intuitivere Bedienung ermöglichen. In Zusammenarbeit mit neuen Partnern werden 50 neue Smart Watches auf den Markt gebracht.

 

Google Foto

Der Bildermanager soll künftig Personen auf Fotos erkennen und dem Besitzer aufgrund der Gesichtserkennung vorschlagen, an welche Kontakte er diese senden kann. Gemeinsam genutzte Bibliotheken lassen sich mühelos Fotos mit einer bestimmten Person teilen. Auch kann die Bibliothek nach bestimmten Personen oder einem bestimmten Datum sortiert werden. Mithilfe eines Algorithmus wählt der Fotomanager die besten Fotos aus und kann auf Wunsch ein gedrucktes Foto-Buch erstellen.

 

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