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SOUNDANLAGEN IN LUXUSLIMOUSINEN

Stereo-Anlagen sind vor rund 40 Jahren vermehrt aufgekommen. Jeder wollte so eine Anlage zu Haus im Wohnzimmer haben. Der Anfang für ein verbessertes Klangerlebnis war gemacht, wenn auch noch mit relativ leistungsschwachen Verstärkern.

Da konnte es nicht ausbleiben, dass Stereo-Anlagen relativ schnell ihren Weg in Automobile gefunden haben. Manche Passenten registrierten mit Erstaunen, dass sie sogar auf der Straße das hören konnten, was den Insassen des Fahrzeuges in dem doch sehr kleinen Raum um die Ohren geblasen wurde.
Und heute? Da regieren unsere Wohnräume ausgefeilte Soundanlagen, die mit beeindruckender Leistungsstärke für nahezu vollendeten Raumklang sorgen können. Mehrere Lautsprecher verschaffen den Zuhörern ein Rund-um-Hörerlebnis von nahezu Konzert- saal-Qualität. Kein Wunder also, dass insbesondere die Eigentümer von Luxuslimousinen darauf gedrungen haben, sich diesen Hörgenuss auch unterwegs verschaffen zu können. Und, wo sich ein Bedarf andeutet und entwickelt, gibt es auch aufgeschlossene Unternehmer, die den Mut haben, hier tätig zu werden.

Einen ersten Vorstoß machte Audi, die im Januar 2013 auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein in einen Q7 eingebautes 3D-Soundsystem präsentierten. Entwickelt wurde die Anlage in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen. Das neuartig war, dass ein erweiterter Surroundklang dadurch erreicht wurde, dass die Lautsprecher nicht mehr auf einer Höhe angebracht waren. Die Musik spielte sozusagen „von oben“ (Handelsblatt, 04.06.2013). Der Preis für dieses 3D-Soundsystem mit 23 Lautsprechern hatte eine Leistung von 1.400 Watt.

„DAS BESTE ODER NICHTS“

Nachdem Audi hier tätig geworden war, konnte Mercedes natürlich nicht zurückstehen. Man liess sich vom Audio-Spezialisten Burmester eine 3D-Anlage mit 24 Lautsprechern, ebenso vielen Verstärkerkanälen und 1.540 Watt entwerfen. Für den 3D-Effekt sorgten drei in den Dachhimmel integrierte Boxen. Diese beeindruckende Anlage wurde zunächst für die neue S-Klasse angeboten.

Während eine ausgefeilte Anlage von Burmester für das Wohnzimmer schon einmal 100.000 Euro kostet kann, ist die Autovariante schon für rund 7.500 Euro zu haben. Das liegt zum einen an den höheren Stückzahlen, zum anderen daran, dass kein Gehäuse und kein Netzteil erforderlich sind.

„Das Beste oder nichts“, mit diesem Slogan wendet sich Mercedes an seine Premium-Kunden der S-Klasse, für die der Aufpreis für eine 3D-Anlage nicht besonders ins Gewicht fällt. Erstaunlich ist, dass gerade China hier zu den wichtigsten Märkten gehört. Offenbar denken die reichen Chinesen eher in Vollpaketen nach dem Motto: Wenn schon, denn schon.

Ob Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich auch in ein solches Abenteuer stürzen wollen, bleibt selbstverständlich allein Ihnen überlassen. Das Klangerlebnis ist gewaltig, das ist schon so. Wer es gern haben möchte, der sollte sich nicht scheuen. Wenn er das passende Auto dazu hat.
Diese Informationen haben wir hauptsächlich bezogen aus einem Artikel im Handelsblatt vom 04.06.2013.

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