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WIE DIE DIGITALISIERUNG UNSER LEBEN VERÄNDERT…

Wir kaufen in Online Shops. Wir teilen Fotos und versenden Informationen in die ganze Welt. Wir sparen Zeit und Kosten. Wir agieren effektiver und schneller. Doch wir stehen täglich auch vor neuen Herausforderungen und Problemen, die sich aus der Digitalisierung ergeben. Die Digitalisierung verändert unser Leben, ja sie bestimmt unser Leben.

Digitalisierung in der Forschung

Digitalisierung bewegt und schafft Erfolge; ein einfacher, schneller Zugriff auf Forschungsergebnisse ist jederzeit von überall auf der Welt möglich. Wissenschaftler stellen ihr Wissen online und machen es so für die ganze Welt zugänglich.
Das sorgt für Transparenz und mehr Effizienz. Die Digitalisierung spielt vor allem dort eine wichtige und richtige Rolle, wo es um schnellen Erfahrungs- und Informationsaustausch geht. Digitalisierung kann viel erreichen. Allerdings laufen wir auch Gefahr, neue Probleme und Risiken zu schaffen, wenn wir jeden technischen Fortschritt kopflos einsetzen.

Digitalisierung in der Wirtschaft

Zahnkronen werden von 3D-Druckern gefertigt. Produkte werden über Online Shops verkauft. Der Maler von Nebenan muss sich mit Mitbewerbern des Landes messen. Roboter regieren die Welt. Die Digitalisierung läuft in Industrie, Forschung und Wirtschaft auf Hochtouren. Doch bei allem technologischen Fortschritt – die Kosten, die Unternehmen dadurch einsparen, bezahlen wir mit Arbeitslosigkeit und einer ungerechten Lohnverteilung.
Experten einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) warnen sogar davor, die Augen zu verschliessen: Die Digitalisierung ist nicht nur als technischer Fortschritt zu sehen, sondern als radikale Veränderung, die wir heute noch gar nicht in ihren ganzen Auswirkungen begreifen können. Die Digitalisierung schafft neue Märkte. Sie fordert aber gleichzeitig auch den Staat, da soziale Ungleichheit verstärkt werden kann. Und was schafft Digitalisierung für uns im Alltag?

Moderne Kommunikation

Digitale Kommunikation scheint positiv zu sein. Wir transferieren Informationen per Mausklick, wir kommunizieren in Sekundenschnelle weltweit. Mit wenigen Tastensprüngen versenden wir Fotos und Videos. Wir teilen schöne Momente mit unseren Liebsten. Das ist praktisch. Das macht Vieles einfacher. Das schafft ein Wir-Gefühl – und zwar rund um die Uhr. Wir schreiben Kurznachrichten, twittern und liken. Wir kommunizieren, aber sprechen wir auch noch miteinander? Wer morgen noch in unserer Gesellschaft eine Rolle spielen möchte, muss sich damit abfinden, dass die Kommunikation so aussieht: Griffel und Schiefertafeln waren gestern, heute ist Touchscreen angesagt.
Die Handschrift rückt in Schulen immer mehr in den Hintergrund. Schulbücher werden zunehmend durch interaktive Lernplattformen ersetzt. Praktischer, effektiver, aber in jedem Fall auch unpersönlicher. Haben wir uns noch vor 20 Jahren über handgeschriebene Liebesbriefe gefreut, die mit dem zarten Duft des Lieblingsparfums beträufelt waren, so zaubern heute animierte Emojis ein Lächeln in unsere Gesichter. Bildsprache ist angesagt. Das gesprochene Wort verstummt. Zeit zum Nachdenken bleibt kaum mehr, denn Botschaften sind blitzschnell versendet und warten bereits mit dem Empfangssignal auch schon auf Antwort. Dieser Spirale kann nur der Mensch selbst entgehen. Wir bestimmen, ob wir mit unserem Gegenüber digital oder persönlich kommunizieren. Können wir uns überhaupt noch auf ein persönliches Gespräch einlassen? Die Digitalisierung öffnet uns sämtliche Türen, aber sollten wir nicht manchmal auch einfach im Raum stehenbleiben?

Sollten wir uns nicht manchmal wieder zurück an den Tisch setzen und unserem Gesprächspartner in die Augen blicken? Ihm auf die Schulter klopfen und nur mit der Kraft von Mimik und Gestik – ganz ohne Worte und Bilder – sagen: „Ich verbringe gerne Zeit mit Dir. Du bist mir wichtig!“

Fazit

Es ist kein Geheimnis: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Die Digitalisierung ist im vollen Gange und lässt sich nicht anhalten. Wir sollten trotz technischem Fortschritt und Digitalisierung darauf achten, dass unser Leben lebenswert und glücklich bleibt; dass wir Momente auch alleine geniessen können und dürfen, ohne Sie mit der Welt zu teilen; dass sich unser Hamsterrad nicht immer noch besser, schneller, effizienter und kostengünstiger drehen muss…

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