Telefonie

AB WANN KINDER EIN HANDY HABEN SOLLTEN

Unsere Kinder wollen unbedingt auch das haben, was sie bei ihren Freunden, Sportkollegen und Schulkameraden sehen. Das ist ganz natürlich, sie wollen teilhaben und nicht ausgeschlossen sein. Und dazu streben sie danach, möglichst modern ausgestattet zu sein. Am besten noch die anderen übertreffen, selbst das Beste vorweisen können.
Das gilt selbstverständlich, ja sogar in erster Linie für mobile Kommunikationsgeräte. Da reicht oft ein einfaches Handy nicht mehr aus. Ein aktuelles Smartphone muss es sein, vordringlich sogar das beste auf dem Markt verfügbare Gerät. Was eben gerade angesagt ist.

Wenn auch der Wunsch unserer Kids teilweise verständlich ist, bei der Umwelt, in der sie sich bewegen, so sollten wir als Eltern die Angelegenheit eher nüchtern und damit vernünftig betrachten. Denn nicht jeder so vehement vorgetragene Wunsch macht bei näherer Betrachtung auch Sinn.
So müssen wir deutlich davon abraten, dieses pauschale „Haben-Verlangen“ einfach zu erfüllen. Das mag zu Konflikten mit Ihren Kindern führen. Da könnte letztliches Nachgeben vielleicht der bequemere Weg sein, mit Sicherheit auf längere Sicht nicht der problemloseste.

„WICHTIG IST JEDOCH, SICH ÜBER SICHERHEITSMASSNAHMEN GEDANKEN ZU MACHEN.“

Mobile Geräte sollten unbedingt altersgerecht beschafft werden. Dazu gibt es inzwischen sehr genaue Untersuchungen, die eine Empfehlung zumindest im Groben andeuten. Dabei hat sich auch ergeben, dass eine totale Verweigerung keine Lösung ist. Sehr wohl dagegen aber eine dem Lebensalter der Kinder angepasste Vorgehensweise.
Nach der Empfehlung sollte ein Kind ab etwa dem 10. Lebensjahr ein robustes Outdoor-Handy bekommen. Das ist bestens geeignet für alle Alltagsbelastungen, z.B. in der Schule oder im Sportverein. Ab etwa einem Alter von 12 Jahren könnte dann ein Smartphone mit Touchscreen beschafft werden.
Wichtig ist dann jedoch, sich über Sicherheitsmassnahmen Gedanken zu machen. Als sehr weitreichende Massnahme könnte der Internetzugang oder der mobile Datenaufruf gesperrt werden. Ob das nötig ist hängt auch davon ab, inwieweit sie Ihren Kindern den vernünftigen Umgang mit dem Gerät zutrauen.
Unbedingt zu überlegen ist, wie die Kosten im Griff behalten werden können. Oft können die Kinder noch nicht übersehen, welche Kostenbelastung sie verursachen mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten. Wir empfehlen zum Anfang unbedingt die Beschaffung einer Prepaid-Karte. Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Kinder die Kosten im Griff haben, dann kann ein passender Tarif gesucht werden, je nach Nutzungsverhalten möglicherweise mit einer passenden Flatrate.
Informieren Sie sich darüber, was für Sie und Ihre Kinder Sinn macht. Welches Gerät ist ab wann sinnvoll, wie kann man es sicher machen, wie kann man es sinnvoll einrichten? Ist ggf. statt eines Vertrages zunächst eine Prepaid-Lösung die richtige? Bei der richtigen Gestaltung der Nutzungsmöglichkeiten helfen auch solche Seiten wie „Kids Place“ oder „Meine Startseite“.

SICHERHEIT DANK ÜBERWACHUNG UND KONTROLLE

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser! Ihr Kind hat ein Smartphone und trotz Aufklärungsarbeit können Sie sich nicht entspannt zurücklehnen? Zu gross ist die Angst, dass Ihr Kind im Internetsumpf stecken bleibt und jede Hilfe zu spät kommt? Wir haben hier – für die digitalen Helicopter-Eltern unter uns – praktische Überwachungs-Apps zusammengefasst:

Spy-App (Überwachungs-App): Kontrolle und Überwachung sämtlicher Bewegungen auf dem Smartphone über z.B. mSpy, Spybubble, Mobile Spy etc.

„My Mobile Watchdog“: Hiermit wird der Aufenthaltsort des Kindes bekannt gegeben. Zudem können Eltern die Surfzeiten im Internet beschränken und die Nutzung der Apps regulieren.

„Parental Controls“: ermöglicht die live-Übertragung von Tonund Bildaufnahmen

„KinderGate Parental Control“: kontrolliert Internet-Inhalte

Übrigens: Über die Ortungsfunktion eines jeden Smartphones lässt sich schnell und unkompliziert der Standort des Handys bzw. Ihres Kindes bestimmen.
Bei allen technischen Möglichkeiten sollten Sie jedoch eins nicht vergessen: Auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre.

1 Kommentar

Kommentar verfassen