Lifestyle

VEGETARISCH UND VEGAN:

Es muss nicht immer „ganz oder gar nicht“ sein!

Es gibt viele Gründe dafür, weniger Fleisch zu essen. Zu viel Fleischkonsum schadet der Gesundheit und Millionen Tiere leiden für die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten. Viele Menschen leben deshalb konsequent vegetarisch oder sogar vegan. Doch es muss gar nicht immer „ganz oder gar nicht“ sein!
Es ist noch nicht lange her, dass vegetarische und ganz besonders vegane Ernährung eher eine Randerscheinung darstellte. Gerade Veganer hatten es beim Einkauf früher schwer, doch mittlerweile bietet fast jeder Supermarkt ein stattliches Angebot an Ersatzprodukten für Vegetarier und Veganer.
Zahlreiche Lebensmittel sind eindeutig als vegetarisch oder vegan ausgezeichnet, was die Auswahl erheblich erleichtert. Selbst immer mehr Hersteller von Wurstwaren bringen ihre eigenen leckeren Ersatzprodukte auf den Markt, die entweder ohne Fleisch oder sogar komplett ohne tierische Produkte auskommen. Das kommt nicht nur Veganern und Vegetariern zugute, sondern bietet auch allen anderen Verbrauchern interessante Alternativen.
Trend: Flexitarismus
Fakt ist: Wer seinen Fleischkonsum einschränkt, tut etwas für seine Gesundheit und leistet einen Beitrag für mehr Tierwohl. Das ist besonders dann der Fall, wenn nur selten ausgewähltes Fleisch aus Bio-Betrieben gekauft wird, und kein Billig-Fleisch aus Massentierhaltung aus dem Discounter. Eine solche Ernährung nennt man auch „Flexitarismus“.
Selbst begeisterte Fleischesser bemerken schnell, dass man für ein flexitarisches Leben kaum Opfer bringen muss. Für Nudelgerichte gibt es zahlreiche vegetarische Varianten, Falafel sind ebenso lecker wie Döner und Käse ist als Brotbelag auch nicht zu verachten. Wenn dann doch wieder Fleisch auf den Tisch kommt, ist es ein Highlight, das zelebriert wird.

Versteckte tierische Inhaltsstoffe
Was nur wenige Verbraucher wissen: In vielen vermeintlich tierfreien Produkten verbergen sich tierische Inhaltsstoffe. Dass Weingummi oftmals tierische Gelatine enthält, die aus der Haut und den Knochen von Tieren gewonnen wird, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Hier gibt es mittlerweile leckere Alternativen ohne Gelatine, die in ganz normalen Supermärkten erhältlich sind.

Auch in Säften verbirgt sich nicht selten Gelatine, da sie für das Klären naturtrüber Säfte verwendet wird. Da sie nur als Produkthilfsstoff dient, ist eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Etikett nicht vorgeschrieben. Wer auf tierische Produkte im Saft gänzlich verzichten möchte, greift besser zu naturtrüben Säften. Sie schmecken ebenso lecker – der einzige Unterschied ist die Optik. Auch Bio-Hersteller klären ihre Säfte meistens nicht mit Gelatine und kennzeichnen ihre Produkte zusätzlich als vegan.

Vegane Kosmetik/ Kosmetik ohne Tierversuche
Kosmetik und Tierleid ist ein ganz eigenes Kapitel. Nicht wenige Verbraucher fragen sich, ob es wirklich notwendig ist, dass Tiere für die eigene Schönheit leiden müssen. Zum Glück setzen mittlerweile zahlreiche Hersteller auf tierversuchsfreie Produkte und auch immer mehr vegane Artikel finden ihren Weg in die Regale.
Übrigens müssen diese gar nicht teuer sein. Verschiedene Drogeriemärkte haben ihre eigenen Naturkosmetiklinien auf den Markt gebracht und bieten sie zu günstigen Preisen an. Es ist also überhaupt nicht schwer, in dieser Hinsicht veganer und damit tierfreundlicher zu handeln.

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