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MULTIMEDIA FÜR KINDER WORAUF MUSS ICH ACHTEN?

Der Themenbereich Kinder und Multimedia sorgt immer wieder für Zündstoff – nicht nur innerhalb der Familie. Aber wie viel Multimedia ist wirklich zu viel für ein Kind? Was müssen Eltern beachten, wenn es darum geht, den Nachwuchs mit Computer und Internet vertraut zu machen?
In der heutigen Zeit kommen Kinder bereits sehr früh mit Computern und mobilen Endgeräten, mit dem Internet und anderen multimedialen Inhalten in Berührung. Eltern sind nicht selten verunsichert. Einerseits ist es wichtig, dass die Sprösslinge lernen, mit digitalen Medien umzugehen. Andererseits möchten Eltern ihre Kinder nicht überfordern und sie vor allem vor den Gefahren des Internets schützen.

Feste Zeiten für die Mediennutzung
Wichtig ist es vor allem, dass Computer, Tablet und Smartphone den Kindern nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Kinder sollten pro Tag nur eine bestimmte Zeit im Internet surfen können. Wie lang diese Zeitspanne ausfällt, richtet sich nach dem Alter der Kinder. Während Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren nicht länger als 20 bis 30 Minuten online verbringen sollten, verlängert sich die Zeit bei Kindern zwischen sieben und zehn Jahren auf 30 bis 45 Minuten pro Tag. Kinder zwischen elf und dreizehn Jahren dürfen ruhig eine Stunde am Tag vor dem Computer sitzen.
Am besten funktionieren solche Regeln, wenn sie gemeinsam mit den Kindern ausgehandelt und vereinbart werden. Um Unmut zu vermeiden, kann es Sonderklauseln im Eltern-Kind-Vertrag geben: Lernt das Kind beispielsweise online für die Schule, kann diese Zeit separat vom Internet-Budget behandelt werden.

Eine geschützte Umgebung ist wichtig
Solange Kinder den Computer oder das Tablet nur offline verwenden, haben die Eltern in der Regel eine gute Kontrolle darüber, womit der Nachwuchs sich die Zeit vertreibt. Sobald das Internet ins Spiel kommt, ist ein Einsatz von Filtermechanismen unbedingt notwendig.
Auf der Website jugendschutzprogramm.de können Eltern ein kostenloses Filterprogramm herunterladen, welches sowohl für den PC als auch für das Smartphone erhältlich ist. Ausserdem ist es sinnvoll, für die Kinder ein separates Nutzerkonto auf dem PC einzurichten. So besteht die Möglichkeit, verschiedene Schutzmechanismen einzustellen. Das „Erwachsenen-Konto“ sollte natürlich passwortgeschützt sein.
Zusätzlich sollten Kinder möglichst nur spezielle Kindersuchmaschinen nutzen, welche ihnen ausschliesslich kindgerechte Ergebnisse anzeigen. Beispiele hierfür sind blinde-kuh.ch oder fragfinn.de.

Gefahren nicht ausblenden
Es geht allerdings nicht nur darum, die Nutzung der Neuen Medien zu beschränken. Die Kinder müssen auch verstehen, dass das Internet Gefahren bergen kann. Spätestens wenn soziale Netzwerke zum Thema werden, müssen die Kinder lernen, sicher und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Dazu gehören die richtigen Einstellungen für das persönliche Profil ebenso wie das Besprechen von Gefahren durch Cyber-Mobbing oder beim Treffen von Online-Kontakten im realen Leben.
Es ist natürlich kaum möglich, Gefahren im Internet völlig auszuschliessen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern bei ihren Kindern ein Problembewusstsein schaffen und ihnen Regeln und Handlungsanweisungen für verschiedene Problemsituationen an die Hand geben.

 

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