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ERNÄHRUNG NACH DEM KALENDER: ZURÜCK ZUM OBST UND GEMÜSE DER SAISON!

Immer mehr Verbraucher möchten sich bewusster und gesünder ernähren. Der Trend geht in Richtung Bio-Produkte und regionale Lebensmittel. Vor allem letzteres bedeutet auch eine Rückkehr zu einer saisonalen Ernährung. Auf den Tisch kommt nur, was zur jeweiligen Jahreszeit vor Ort auch geerntet werden kann. Obst und Gemüse, das vor dem Verzehr lange Transportwege zurücklegen muss, ist out.
Spargel ausserhalb der Spargelzeit? Für viele Verbraucher undenkbar. Auch Obstsorten wie Erdbeeren verkaufen sich am besten im Sommer, wenn sie vor Ort auf den Feldern wachsen. Insofern stellen Erdbeeren und Spargel Paradebeispiele für Obst- und Gemüsesorten dar, bei denen die saisonale Vermarktung bestens funktioniert.
Zahlreiche andere Produkte werden hingegen zu jeder Jahreszeit vom Verbraucher nachgefragt. Was hat überhaupt zu welcher Zeit Saison? Da jegliches Obst oder Gemüse jederzeit in den Supermärkten verfügbar ist, sind viele von uns in dieser Hinsicht überfragt.
Dabei lohnt sich der saisonale Genuss. Viele Lebensmittel, die lange Wege vor sich haben, werden unreif geerntet und reifen erst auf dem Transport nach. Das ist ein Grund dafür, dass viele Produkte ausserhalb ihrer Saison weniger wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Auch der Geschmack leidet und zusätzlich belastet der Import von Obst oder Gemüse über lange Strecken die Umwelt.

Was esse ich wann?
Als erstes ist festzuhalten, dass Obst und Gemüse nicht zwingend nur zu seiner Erntezeit gegessen werden darf. Viele beliebte Obst- und Gemüsesorten lassen sich problemlos einlagern, sodass sie das ganze Jahr über aus regionalem Anbau zu beziehen sind. Dazu gehören zum Beispiel Kartoffeln und Äpfel. Viele Kohlsorten können ebenfalls über einige Zeit eingelagert werden, ohne dass allzu viele Inhaltsstoffe verloren gehen.
Aber jede Jahreszeit wartet mit kulinarischen Highlights auf. Langeweile auf dem Teller ist also nicht zu befürchten. Der Winter ist die beste Zeit für Kartoffeln, Pastinaken, Zwiebeln, Porree oder Sellerie. Im Frühling geht es mit frischen Salaten, Radieschen, Erdbeeren, Spargel, Rhabarber und leckeren Wildkräutern weiter. Im Sommer sind die Tische reich gedeckt mit Kirschen, Tomaten, Mangold, Kohlrabi, Zucchini oder Preiselbeeren. Im Herbst erreichen unter anderem Kürbis, Karotte, Brokkoli, Kohl, Birne, Traube und Fenchel ihre optimale Reife.

Leckere Vielfalt nach dem Kalender
Saisonale Ernährung ist also alles andere als langweilig. Im Gegenteil: Wer sich mit einer Ernährung nach dem Kalender beschäftigt, entdeckt oft leckere Obst- oder Gemüsesorten, die bisher nicht unbedingt Teil des alltäglichen Speiseplans gewesen sind.
Was anfangs noch ein bisschen Mühe bereitet, geht schnell in Fleisch und Blut über. Eine gute Hilfestellung liefern Saison-Tabellen für Obst und Gemüse, die auf verschiedenen Internetseiten zu finden sind. Der Webauftritt des WWF Schweiz liefert auf wwf.ch umfangreiche Informationen zum Thema. Auch auf landwirtschaft.ch lässt sich ein detaillierter Saisonkalender abrufen.
Wer sich unsicher ist, erledigt seinen Obst- und Gemüseeinkauf am besten sommers wie winters auf dem Wochenmarkt. Hier gibt es ausschliesslich Produkte von Bauern aus der Region, die garantiert keine langen Transportwege hinter sich haben.

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